23.04.2021 /
Indonesien
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Indonesien: Die Liebe Gottes wirkt in Makassar

Zwei unserer Partner begaben sich nach Makassar, im Südwesten der indonesischen Insel Sulawesi, wo am Palmsonntag ein Bombenanschlag gegen eine Kirche stattgefunden hatte. Sie besuchten mehrere Opfer dieses Terroraktes und bezeugten ihnen die Liebe Jesu.

Ari und Agung (Decknamen) wurden herzlich begrüsst bei ihrem Besuch in der Kathedrale, die Ende März angegriffen worden war. «Vielen Dank, dass ihr für uns gebetet und unsere Geschichte mit unseren Glaubensgeschwistern weltweit geteilt habt», sagte Wilhemus Tulak, der Priester der Gemeinde. Liebe, Hilfe und Gebet gehen über die Grenzen hinaus, welche Freude, diese erfahren zu dürfen!

Der «unglaubliche Schutz» des Herrn

Jenseits der Worte, die ausgetauscht wurden, stand die Kraft Gottes. Dies können die indonesischen Christen bezeugen. Mehrere Höhepunkte prägten diesen Besuch, darunter diese Aussage von Wilhemus Tulak: «Durch diesen Bombenanschlag können wir der Welt bezeugen, dass Gott uns beschützt. Er beschützt uns immer!»

Der Priester erzählte: «Einer der Wächter war nur einen Meter vom Bombenleger entfernt. Aber er wurde nicht getötet, nur verwundet. Der Herr beschützte ihn auf unglaubliche Weise!» Keiner der Christen, die am Palmsonntag anwesend waren, kam ums Leben. 

Vor Ort bei den Opfern

Zusammen mit dem Priester besuchten unsere Partner einen dieser Wächter, Cosmas. Er hatte die Bombenleger daran gehindert, in die Kirche einzudringen.

Ari und Agung kamen als Vertreter des Leibes Christi. «Wir sind hier, um euch zu sagen, dass ihr nicht allein seid. Wir stehen in dieser Prüfung an eurer Seite und viele Christen auf der ganzen Welt beten für euch», erklärten sie. Cosmas und seine Familie waren tief berührt. Die beiden Besucher beteten für sie und fragten den Priester: «Können wir euch finanziell unterstützen, um euch unsere Liebe zu zeigen?» Der Gesundheitszustand des Wächters gilt nicht als besorgniserregend, aber er hat im Gesicht und an einer Hand Brandwunden erlitten, die eine Operation erfordern.

Weiterhin helfen

Ari dankte Wilhemus Tulak für seinen herzlichen Empfang. Beim Abschied versprach ihm unser Partner, dass er zurückkommen würde, um einen anderen Wächter zu ermutigen. Dieser, ein Muslim, war zum Zeitpunkt des Angriffs ebenfalls im Dienst und wurde verletzt. Er befindet sich im selben Krankenhaus wie Cosmas. Ari möchte ihm die Liebe Jesu zu allen Menschen bezeugen. 

Unsere Partner hoffen, weiterhin Hand in Hand mit Wilhemus Tulak zu arbeiten, um seine Gemeindemitglieder zu unterstützen, die Opfer des Anschlags waren. «Egal, welcher Konfession wir angehören», erklärt Ari, «wenn Christen verfolgt werden, sind wir da, um ihnen zu helfen!»