05.02.2022 /
Mosambik
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Mosambik: Zunahme der Gewalt

In der Provinz Cabo Delgado in Mosambik hat die islamistische Gewalt erneut zugeschlagen. Ein Pastor, der auf dem Feld arbeitete, wurde enthauptet, während die Entführungen junger Christinnen anhalten.

Dschihadisten verbreiten im Norden Mosambiks Angst und Schrecken, töten Pastoren und entführen junge Mädchen. Am 15. Dezember 2021 meldete sich eine Bewohnerin des Dorfes Nova Zambezia bei der Bezirkspolizei in Macomia und gab die Ermordung ihres Mannes bekannt, der in der Provinz Cabo Delgado im Nordosten des Landes als Pastor tätig war.

Von den Dschihadisten enthauptet

Während der Feldarbeit wurde der Pastor von Dschihadisten angegriffen. Diese enthaupteten ihn und befahlen seiner Frau, seinen Kopf der Polizei zu übergeben.
Dies war der jüngste Angriff in einer Provinz, die seit Oktober 2017 Ziel von Dschihadisten ist. Diese Terroristen bekennen sich zur Terror-Gruppe Islamischer Staat.

Mehr als 600 Mädchen entführt

Der Schaden, den die islamistischen bewaffneten Gruppen in dieser Region Mosambiks angerichtet haben, ist schrecklich. Nach Angaben der NGO Human Rights Watch wurden seit 2018 allein in der Provinz Cabo Delgado mehr als 600 Frauen und Mädchen entführt und versklavt. Einige wurden im Zuge von Militäroperationen der mosambikanischen und ausländischen Armeen befreit. Viele werden jedoch immer noch vermisst.
In einem Dorf zwangen bewaffnete Islamisten eine Frau, alle Häuser zu benennen, in denen Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren lebten, um sie anschliessend zu entführen. Bei diesen Razzien flehten die Mütter die Terroristen an, sie anstelle ihrer Töchter mitzunehmen. Die Gefangenen dienen den islamistischen Kämpfern dann als Sexsklavinnen.