10.10.2018 /
Myanmar
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Myanmar: Wichtiges Friedenstreffen in China

Die Myanmarische Friedenskommission organisierte ein Treffen in China, um den Konflikt zwischen den birmanischen Streitkräften und ethnischen Gruppen, die überwiegend Christen sind, zu lösen. Vertreter von drei bewaffneten Gruppen nahmen am Dialog teil.

Das Treffen wird als echte Chance für den Frieden in Myanmar gewertet. Die «Ta'ang National Liberation Army», die «Army of Arakan» und die «Army of the National Democratic Alliance of Myanmar» haben den Dialog angenommen.

Die Friedenskommission Myanmar traf in China mit Vertretern dieser drei ethnischen bewaffneten Gruppen zusammen, die als einzige das nationale Waffenstillstandsabkommen im Jahr 2015 nicht unterzeichnet haben.

Ziel ist es, den militärischen Konflikt zwischen der Armee und den ethnischen Gruppen, von denen die meisten Christen sind, zu beenden und gleichzeitig den Krieg zwischen den Gruppen Kachin und Chin zu beenden. Ihre Auseinandersetzungen finden entlang der Nordgrenze Myanmars statt.

Konflikt vor Hintergrund religiösen Hasses …

In Myanmar werden im Norden des Landes ethnische Minderheiten gejagt, getötet und vertrieben. Dort Christ zu sein bedeutet oft, sein Leben zu riskieren. Christen sind gezwungen, zu fliehen, um mit Zehntausenden von Menschen in Flüchtlingslagern und unter dramatischen Umständen zu leben.

Auf einem Friedensforum am 1. September in Südkorea betonte Kardinal Charles Maung Bo von Myanmar, dass «in Myanmar Kriege gegen all jene ausbrechen, die sich für die Religionsfreiheit einsetzen. Sie werden durch Kräfte verursacht, die religiöse Intoleranz und Hass predigen.»

...und der Aufstieg des Nationalismus

Die birmanische Armee besitzt die höchste Macht im Staat, weil sie drei Schlüsselministerien kontrolliert, darunter die Verteidigung und das Departement des Inneren, während «die Zivilregierung wenig oder gar keine effektive Kontrolle über ihre Aktivitäten hat.»

Kardinal Charles Maung Bo bekräftigt dies: Dazu kommt der Aufstieg des buddhistischen Nationalismus, der Unterdrückung auslöst und ethnischen und religiösen Minderheiten nicht den «Frieden und die Menschenwürde» gibt, die sie verdienen.

Friedens-Appell an internationale Gemeinschaft

In einem Appell an «diejenigen, die sich für den Frieden in Myanmar interessieren», kritisierte Kardinal Charles Maung Bo die Verwendung von Begriffen, die er als Extreme wie «Völkermord» und «ethnische Säuberung» bezeichnete, durch die internationale Gemeinschaft.

Er sagte: «Sie werden uns nicht auf dem Weg zu Frieden und Demokratie helfen. Um unsere heiklen Situationen zu verstehen, brauchen wir die Zusammenarbeit und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.»

Die Frage des Friedens ist heikel, die Spannungen zwischen ethnischen Gruppen und Religionen sind sehr ausgeprägt. Viele Christen kommen aus den ethnischen Minderheiten der Chin und Kachin. Vor kurzem wurden zwei burmesische Missionare verprügelt, nur wegen ihrer christlichen Position.