30.04.2019 /
Nigeria
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Nigeria: Mehr als 40 Christen zu Ostern getötet

Zu Ostern war auch Nigeria Schauplatz gewalttätiger Angriffe gegen Christen. Mindestens 40 Menschen kamen ums Leben.

In Nigeria starben mehr als 40 Christen bei mehreren Angriffen während der Osterzeit. Die Morde wurden in Bundesstaaten des «Middle-Belt» («mittlerer Gürtel») des Landes begangen.

  • Ostersonntag, Sabon Layi im Bundesstaat Gombe: Ein Beamter des Zivilschutzes tötete am 21. April 13 junge Menschen während einer Prozession der «Boys Brigade» der ECWA Church sowie der St. Peter’s Anglican Church. Nach einer Auseinandersetzung mit den jungen Männern, die den Verkehr regelten, raste der Angreifer ohne Licht direkt in die Gruppe hinein. Neun junge Menschen starben sofort und vier weitere im Krankenhaus. 32 weitere wurden verletzt, 12 von ihnen schwer. Die Menge rächte sich, indem sie den Angreifer zu Tode schlug.
  • Karfreitag, Bundesstaat Benue: In Ikurav Tiev in der Region Katsina-Ala wurden am 19. April elf aus den Kirchen in Tse-Aye und Tse-Ngibo zurückkehrende Menschen von bewaffneten Personen überfallen und getötet. Mindestens 40 Menschen werden noch vermisst, berichtet die nigerianische Tageszeitung «Vanguard». Weder die Identität der Täter noch ihre Motive sind zum jetzigen Zeitpunkt bekannt. Die Verbrecher stahlen ein Fahrzeug und mehrere Kühe.
  • 17. April, dem Tag vor Gründonnerstag, in Kwande, Bundesstaat Benue: Um 8 Uhr morgens fielen zahlreiche Kämpfer, mutmasslich Fulani, in die ländliche Siedlung Sendegh ein. Zwei Menschen wurden getötet, einer von ihnen auf dem Weg zum Hof. Viele weitere werden noch vermisst. Einige Menschen wurden verletzt. Die Angreifer setzten auch Häuser und Geschäfte in Brand.
  • Palmsonntag, Staat Nassarawa: Gegen 21 Uhr, drangen mutmasslich Fulani-Hirten in das Dorf Kochum-Numa an zwei Orten, bei Andaha und Akwanga, ein. Die Angreifer massakrierte 17 Menschen während einer Taufe. Unter den Toten waren die Eltern der Person, die getauft wurde und mehrere weitere Anwesende wurden verletzt.

Diese antichristlichen Angriffe summieren sich zu jenen, die bereits zu Ostern in mehreren anderen Ländern gemeldet wurden: Sri Lanka, Ägypten, Pakistan und Kenia.