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Zeugnis Somalia | 30 Januar 2026

Somalia: «Es gibt keinen Ort, an dem man Christus nicht folgen kann»

 

 
Show: true / Country: Somalia / Somalia
Die Geschichte von Aweis zu erzählen, sollte eigentlich unmöglich sein. Nicht, weil er sie nicht erzählen möchte, sondern weil er ein Christ aus Somalia ist – einem der gefährlichsten Länder der Welt, um Jesus nachzufolgen. Dennoch dient Aweis mutig der somalischen Kirche am Horn von Afrika.

«Somalische Christen gehören zu den am stärksten verfolgten Christen weltweit. Du könntest gemütlich in einem Café sitzen und plötzlich könnte jemand kommen und versuchen, dir den Kopf abzuschneiden.» Aweis scheut sich nicht, offen über die Realität somalischer Christen zu sprechen.

«In Somalia», fährt Aweis fort, «scheint es unmöglich zu sein, Christ zu werden – die Verfolgung ist so intensiv, dass manche Menschen, wenn sie die Risiken abwägen, sich entscheiden, es gar nicht erst zu versuchen.»

Alles riskieren

Aweis wuchs als Sohn eines muslimischen Geistlichen auf, der ihn auf seine Nachfolge vorbereitete. «Als ich 15 war, erkannte mein Vater, dass ich nicht der richtige Nachfolger war. Je mehr ich mich mit dem Islam beschäftigte, desto mehr Fragen hatte ich.» Zur gleichen Zeit lernte Aweis Englisch, indem er im Radio die BBC hörte. «Eines Abends fand ich statt der BBC einen christlichen Radiosender», erinnert er sich. Einen Somali von Jesus Christus sprechen zu hören, war für ihn zugleich fremd und faszinierend.

In den folgenden Tagen schaltete Aweis immer wieder ein, um mehr über Jesus zu erfahren. Er schrieb sogar an den Radiosender und bat um ein Neues Testament. Die Botschaft von Jesus gefiel ihm.

Als er seinem Vater davon erzählte, sagte dieser: «Ich kann dich nicht davon abhalten, die Bibel zu lesen, aber wenn du Christ wirst, werde ich dich umbringen.» Da wurde Aweis klar, dass der Glaube an Jesus ihn das Leben kosten könnte.

«Als ich mich drei Jahre später entschied, Christ zu werden, brach meine Familie den Kontakt zu mir ab», sagt Aweis. «Die Feindseligkeit und die Drohungen, mit denen ich konfrontiert war, waren viel heftiger, als ich erwartet hatte.»

Doch Aweis verlor nicht nur seine Familie.

Eine gejagte Hauskirche

Die somalische Gesellschaft basiert auf einem Clan-System. Wird jemand vom Clan ausgeschlossen, ist es fast unmöglich zu überleben. Dennoch hat Aweis seine Entscheidung nie bereut. «Die Verfolgung hat mich näher zu Christus gebracht.» Doch nach sieben Jahren fühlte er sich sehr einsam und beschloss, das Risiko einzugehen, eine mutmassliche Christin zu besuchen. Durch sie lernte er einen anderen Gläubigen namens Liban kennen. Gemeinsam begannen sie, nach weiteren Gläubigen zu suchen. Nach und nach wuchs ihre Gemeinschaft.

«Da begann die Verfolgung», erinnert sich Aweis. Ein Christ nach dem anderen wurde gejagt und getötet. «Wir hatten schreckliche Angst. Wir wussten, dass die Verfolgung anhalten würde, aber Gott führte uns und das machte uns mutiger», berichtet Aweis. Nach ein paar Jahren waren nur noch zwei Mitglieder übrig. Die anderen waren wegen ihres Glaubens umgebracht worden.

«Jesus ist alles für mich»

Die unerbittliche Gewalt setzte Aweis schwer zu, sodass er beschloss, das Land zu verlassen. Daraufhin erhielt er die Möglichkeit, eine theologische Ausbildung zu absolvieren, die ihm die Kraft und Unterstützung gab, die er brauchte, um seinen Dienst fortzusetzen.

Heute ist Aweis Gelehrter, erfolgreicher Autor, Bibelübersetzer und dient weiterhin somalischen Gläubigen am Horn von Afrika durch Jüngerschafts- und Leiterschulungen.

«Wenn ich sehe, wie der Heilige Geist diese kleine Gemeinde leitet, erfüllt mich das mit besonderer Freude. Aber ohne richtige Jüngerschaft gibt es keine gesunde Glaubensgemeinschaft», betont Aweis.

Trotz der vielen Gefahren ist Aweis entschlossen, weiterhin der somalischen Kirche zu dienen. 

«Jesus ist alles für mich. Ohne ihn wäre das Leben nicht lebenswert.»
Abschliessend sagt er: «Es gibt keinen Ort, an dem man Christus nicht nachfolgen kann. Das ist unmöglich. Der Heilige Geist kann jede Mauer durchdringen.»

Il conclut en disant: «Il n'y a aucun endroit où l'on ne puisse suivre le Christ. C'est impossible. Le Saint-Esprit peut traverser tous les murs.»

Beten wir mit Aweis: 
  • für geistliche Stärke und Reife der somalischen Christen, dass sie mitten in Verfolgung standhaft bleiben, im Glauben wachsen und Christus immer ähnlicher werden.
  • für ein glaubwürdiges Zeugnis, das selbst Verfolger berührt – dass Menschen in ihnen das Licht Christi erkennen und sich nach diesem Leben sehnen.
  • für die Verfolger, dass Gott ihre Augen öffnet, Herzen verwandelt und sie – wie einst Saulus – zu Nachfolgern Jesu macht.

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