07.05.2021 /
Vietnam
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Vietnam: Das erhörte Gebet einer Mutter

Y Bi* aus Vietnam wurde 2018 wegen ihres Glaubens an Jesus von ihrer Tochter getrennt und gewaltsam aus ihrem Dorf vertrieben. Zwei Jahre später trifft sich unser Team wieder mit ihr. Was für ein Unterschied! 

Y Bi kommt aus dem Sedang-Stamm, einer ethnischen Minderheit im zentralen Hochland Vietnams. Vor acht Jahren kam sie zum christlichen Glauben. In ihrem Stamm werden Christen verfolgt, darum hielt sie es geheim. Doch irgendwann erkannten ihr Mann und die Dorfbewohner, dass sie eine Nachfolgerin Jesu geworden war. 

Vertreibung

Bei unserem ersten Treffen erzählt Y Bi unter Tränen: «Die Dorfpolizisten zogen mich an den Haaren und zerrten mich aus dem Dorf hinaus. Meine Tochter weinte bitterlich. Ich erklärte den Polizisten, dass mein Mann und mein Kind im Dorf waren und ich nicht wegwollte. Weil ich mich wehrte, fesselten sie meine Beine. Auf dem Rücksitz eines Motorrades wurde ich aus dem Dorf gefahren. Sie warnten mich, dass Leute aus dem Dorf mich umbringen würden, falls ich zurückkehrte.»

Zuflucht

In einem anderen Dorf findet sie Zuflucht. Anfang 2019 besucht das Team von Open Doors sie dort, um sie zu ermutigen. Wir hatten ihr ein Stück Land zur Verfügung gestellt. Kurz nach dieser Begegnung erhört Gott eines von Y Bis Gebeten: Ihre Mutter kommt ebenfalls zum christlichen Glauben und zieht zu ihr in den neuen Ort. Gemeinsam gehen sie dort regelmässig in die Kirche.

Im Jahr 2020, kurz bevor die Welt durch das Coronavirus abgeriegelt wird, trifft sich unser Team erneut mit ihr. Die junge Frau ist verwandelt!

Noch mehr erhörte Gebete

Die einst schüchterne und trauernde Frau strahlt nun Zuversicht aus. Ihre Augen leuchten vor Freude, als sie sagt: «Kommt zu mir nach Hause und seht, was Gott getan hat!» 

Im Juli 2019 hatte Y Bi allen Mut zusammengenommen und war in ihr altes Dorf gegangen. Sie bekam zwar keine Erlaubnis, wieder dort zu leben, aber es gelang ihr, ihre Tochter mit sich zu nehmen! Diese ist jetzt acht Jahre alt und kann im neuen Dorf die Schule besuchen. Y Bi meint: «Es fühlt sich wunderbar an, meine Tochter wieder bei mir zu haben. Ich lobe Gott dafür.»

*Name aus Sicherheitsgründen geändert