web
Sie sind offline. Dies ist eine schreibgeschützte Version der Seite.
close
Zeugnis Afghanistan | 25 Februar 2026

Ariana: Die Kraft eines Zeugnisses

 

 
Show: true / Country: Afghanistan / Afghanistan
Ohne es zu wissen, heiratete Ariana einen heimlichen Christen in Afghanistan. Sie mussten in ein anderes Land fliehen, wo Ariana heute einen besonderen Dienst ausübt.

Als kleines Mädchen in Afghanistan hatte Ariana* keine andere Wahl, als zu schweigen und den Anweisungen der Männer in ihrer Familie zu gehorchen. Um ihrem bedrückenden Alltag zu entfliehen, schaute Ariana sich indische Bollywood-Filme an. Die Frauen darin waren schön und frei, sie sangen, tanzten und verliebten sich. Und genau das passierte auch Ariana: Sie verliebte sich.

Als aber ihre Tante einen Liebesbrief dieses Jungen entdeckte, wussten alle im Dorf die Wahrheit und Schande kam über die Familie. Denn in dieser Kultur ist es undenkbar, dass ein junges Mädchen einen Verehrer hat. Arianas Bruder drohte ihr mit dem Tod. «Er kam mit einem langen Messer vor unser Haus, um mich zu töten.» Um Schlimmeres zu verhindern, verheirateten Arianas Eltern sie schnell mit dem Jungen. Ohne es zu wissen – und nur weil sie sich verliebt hatte – wurde Ariana Teil einer Familie von heimlichen Christen!
 

«Als kleines Mädchen hatte ich keine Ahnung, dass es neben dem Islam noch eine andere Religion namens Christentum gab. Ein Nicht-Muslim war einfach ein Ungläubiger.»

Ariana

Eine Granate mitten in der Nacht

Ein Russe hatte während seines Aufenthalts in Afghanistan Arianas Schwiegerfamilie von Jesus Christus erzählt, und seitdem betete diese Familie heimlich den Herrn an. Ein Geheimnis, das schliesslich ans Licht kam: Eines
Tages warfen Dorfbewohner um zwei Uhr morgens eine Granate in ihr Haus und töteten Arianas Schwager. An diesem Tag floh die Familie sofort in ein Nachbarland in Zentralasien.

In diesem neuen Land entschied sich Ariana, die bis dahin fromme Muslima war, mit ihrem Mann in die Kirche zu gehen, weil sie ihn sehr liebte. So führten die Freundlichkeit und Liebe, die Ariana von ihrer Schwiegerfamilie erfuhr, sie zu Jesus.

Morddrohungen

Doch die Angst verschwand nicht aus ihrem Leben. Ihr Bruder rief sie an: «Ich habe gehört, dass du deine Religion verraten hast, um Christin zu werden. Wenn sie dich dazu gezwungen haben, werde ich dich retten kommen. Aber wenn du wirklich deine Religion verraten hast, werde ich dich töten, um die Schande dieser Entehrung zu tilgen.»

Gleichzeitig birgt das Leben als illegale Flüchtlinge und Christen in einem zentralasiatischen Land grosse Gefahren für Ariana und ihre ganze Familie. «Als ich eines Tages ein Haus zur Miete suchte und keinen Hidschab trug, stellte mir der Vermieter Fragen. Als ich ihm erklärte, dass ich Christin bin, weigerte er sich, uns das Haus zu vermieten, und niemand in der Nachbarschaft wollte uns mehr aufnehmen.»

Da Ariana keine offiziellen Papiere hat, läuft sie jederzeit Gefahr, bei den Behörden angezeigt und nach Afghanistan abgeschoben zu werden – wodurch ihr Bruder seine Morddrohung wahr machen könnte.

Ruhe und Trost

Trotz der Angst und Unsicherheit leistet Ariana heute in ihrem neuen Land einen wundervollen Dienst. Sie besucht afghanische Flüchtlingsfrauen, die ebenfalls in Angst vor der Abschiebung leben. Sie tröstet sie mit dem Wort Gottes, auch wenn sie Muslimas sind. «Alle Frauen, die ich treffe, sagen dasselbe: ‹Wenn du kommst, sind wir in Frieden.› Ich weiss, dass das nicht mir zu verdanken ist, sondern der Gegenwart Gottes in mir. Sie werden ruhig, und ich auch. Ihre Beziehung zu ihren Ehemännern verbessert sich, sie finden echten Trost.»

Ariana stützt sich in ihrem Dienst auf Römer 8,35-39 und Matthäus 28,19. «Die Kinder Gottes werden oft Verfolgung und Leiden erfahren, aber Gott ist immer bei uns. Ich möchte, dass andere Afghanen und Afghaninnen das Salz des Lebens kosten und das lebendige Wasser von Jesus trinken.»

Frau und Christin sein im heutigen Afghanistan

Seit der erneuten Machtübernahme durch die Taliban im Jahr 2021 müssen Mädchen die Schule abbrechen, bevor sie zwölf Jahre alt sind. Frauen dürfen ihr Haus nur vollständig verschleiert und in Begleitung eines männlichen Familienmitglieds verlassen. Sie dürfen nur von Frauen medizinisch versorgt werden, doch es gibt keine Ärztinnen mehr, da dies verboten ist. Die zwei Millionen Witwen im Land sind zum Betteln gezwungen. Für die wenigen Christinnen im Land ist es noch schlimmer, denn die Abkehr vom Islam wird mit dem Tod bestraft. Afghanische Christinnen müssen daher ihren Glauben streng geheim halten. Viele fliehen nach Zentralasien, in den Iran oder nach Pakistan, wo ihre Rechte jedoch auch nicht besser respektiert werden. Sie laufen jederzeit Gefahr, nach Afghanistan abgeschoben zu werden, wo ihnen die Hinrichtung droht.

 

In Verbindung stehende Artikel

Unterstützen Sie das Projekt
Siehe Programm

 

Abonnieren
Abonnieren Sie unsere E-Mail für mutigen Glauben, um Geschichten aus der Praxis zu erhalten und zu erfahren, wie Sie sich für verfolgte Christen einsetzen können.
Unsere Website verwendet Cookies


Speichern

Wir verwenden Cookies und andere Technologien auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Wir nutzen sie u. a., um Ihnen eine sichere Spendenmöglichkeit anzubieten und um Zugriffe auf unsere Website anonymisiert auszuwerten. Außerdem können wir so eigene YouTube-Videos auf der Website teilen. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet. Weitere Informationen über die Verwendung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Auswahl jederzeit unter Einstellungen widerrufen oder anpassen.

Alle akzeptieren
 
Notwendige akzeptieren