26.06.2019 /
Bangladesch
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Bangladesch: Siebenjähriges Kind wegen Glauben verfolgt

Im Nordosten Bangladeschs droht Imran (7) nach einem tätlichen Übergriff ein Auge zu verlieren. Er und seine Eltern sind die einzigen Christen im Dorf – für sie ist Verfolgung eine tägliche Herausforderung.

Am 20. Mai 2019 erwischte Imran, ein siebenjähriger Junge, vier Teenager, die Früchte aus dem Garten seiner Eltern stahlen. Er rief ihnen zu, dass sie aufhören sollen. Doch einer der Jungen, Zihad (15), wurde wütend. Er beleidigte Imran, verspottete ihn, weil er ein Christ ist, und verunglimpfte seinen Glauben.

Imran könnte sein Auge verlieren

Dann nahm er einen Stein, warf ihn nach Imran und sagte: «Ich werde dir die Augen ausstechen!» Der Stein traf Imran's linkes Auge. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Eine Operation war nötig, um zu verhindern, dass das Augenlicht verliert.

«Niemand liebt uns, weil wir Jesus Christus folgen»

Imran ist der Sohn von Pana Ulla, der an unserem Berufsbildungsprogramm in Bangladesch teilnimmt. Pana Ulla lebt in Ilsa, im Bezirk Sherpur im Nordosten des Landes mit seiner Frau und ihrem Sohn.

Sie sind die einzigen Christen im Dorf und werden täglich drangsaliert. «Niemand liebt uns, weil wir Jesus Christus folgen», sagt Pana Ulla und ergänzt: «Die Dorfbewohner streiten ständig mit uns über die kleinsten Dinge. Jedes Mal, wenn es einen Konflikt gibt, stellen sie sich gegen uns.»