Nachrichten Bangladesch | 15 Oktober 2020

Bangladesch: Taufe von Dutzenden von heimlichen Christinnen

Vor drei Wochen wurden in Bangladesch Dutzende von heimlichen Christinnen getauft. Der Ort wurde sorgfältig ausgewählt. Er musste sehr diskret sein, weit weg von den Behausungen und nur zu Fuss erreichbar. Ein mutiger Schritt, der zeigt, wie entschlossen sie in ihrem Glauben trotz der drohenden Verfolgung sind. Es kommt zunehmend zu Angriffen auf Christen und Kirchen durch lokale Gemeinschaften. Diskriminierung am Arbeitsplatz oder im Alltagsleben ist für Christen in Bangladesch weit verbreitet.

 

 
Show: true / Country: Bangladesch / Bangladesch

Vor drei Wochen wurden in Bangladesch Dutzende von heimlichen Christinnen getauft. Ein mutiger Schritt, der zeigt, wie entschlossen sie in ihrem Glauben trotz der drohenden Verfolgung sind.

Der Ort wurde irgendwo in Bangladesch sorgfältig ausgewählt. Er musste sehr diskret sein, weit weg von den Behausungen und nur zu Fuss erreichbar. Für diese Christinnen ist der Entscheid, sich taufen zu lassen, ein ernsthaftes Engagement. Dadurch stellen sie konkret unter Beweis, dass sie nicht nur für Jesus leben wollen, sondern auch bereit sind, für ihn zu sterben. Seine Ursprungsreligion zu verlassen, ist in Bangladesch ein schwerwiegender Entschluss. Diese Christinnen werden fast ausnahmslos von ihren Familien und Gemeinschaften Ablehnung erfahren. Einige von ihnen werden sogar angegriffen und aus ihrem Heimatdorf vertrieben werden.

All diese jungen Christinnen haben zum Glauben gefunden in einem Alphabetisierungskurs, den unsere Partner vor Ort organisiert haben. «Sie wurden sogleich verfolgt, als sie sich für Jesus entschieden, aber ihre Einheit in Christus hat mich erstaunt», sagt Peter*, ein örtlicher Partner von Open Doors. Sie haben alle eine Bibel erhalten, die sie nun dank Ihrer Gebete und Unterstützung selbst lesen können.

Aber heute herrscht Freude. Der für die Taufe ideale Ort wurde gefunden. Es ist eine Lichtung mit einem Teich, von einem dichten Wald umgeben und ohne naheliegende Strasse. Keine verdächtigen Geräusche stören diesen besonderen Moment. Das Wasser bewegt sich leise, kaum hörbare Lieder und Gebete begleiten die Christinnen, die nacheinander getauft werden. Dieser mutige Schritt wird diskret und mit tiefer Freude gefeiert, die alle Anwesenden spüren. 

Es kommt zunehmend zu Angriffen auf Christen und Kirchen durch lokale Gemeinschaften. Diskriminierung am Arbeitsplatz oder im Alltagsleben ist für Christen in Bangladesch weit verbreitet.

Viele Christen haben einen muslimischen Hintergrund, andere kommen aus dem Buddhismus oder traditionellen Religionen. Sie schliessen sich kleinen Hauskirchen oder geheimen Gruppen an, denn Verfolgung droht ihnen.

Auf dem Weltverfolgungsindex steht Bangladesch an 38. Stelle.

*Deckname


 

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