18.12.2021 /
Bangladesch
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Bangladesch: Unschuldig, aber weiterhin in Gefahr

Der fälschlicherweise der Verschwörung gegen den Staat Bangladesch angeklagte Pastor Samsuddin wurde gegen Kaution freigelassen. Seine Lage bleibt kritisch.

Die Polizei in Bangladesch ging davon aus, dass es sich um einen islamistischen Oppositionellen handelte. Sie stellte jedoch schnell fest, dass Samsuddin nicht dazu gehörte. Bei einer Untersuchung stellte die Polizei fest, dass er Christ und dazu noch Pastor geworden war.

Sogar Medien berichteten

Samsuddin war vor vielen Jahren zum Christentum konvertiert. Er ist Pastor einer Kirche und bezeugt seinen Glauben in seiner Umgebung. Auch seine Frau Mafuza macht aus ihrer Zugehörigkeit zum Christentum keinen Hehl. Sie setzt ihren Glauben in die Praxis um, indem sie in ihrer Umgebung Alphabetisierungskurse gibt.
Neu ist, dass nun das ganze Land weiss, dass sie und ihr Mann Christen geworden sind. Die Zeitungen haben darüber berichtet. Den Ermittlern liegen Dokumente vor, die Samsuddins christliche Aktivitäten belegen. Er und seine Familie befürchten, dass sein Glaube ein Grund dafür sein könnte, dass in seinem Prozess keine Gerechtigkeit walten wird.

Im Gefängnis durchgehalten

Pastor Samsuddin hielt an Gott und seinem Wort fest, während er im Gefängnis saß. Er erzählt:
«Im Gefängnis habe ich die Zeit genutzt, um in der Bibel zu lesen und zu beten. Ich hatte Vertrauen und wusste, dass ich bald wieder frei sein würde, weil ich nichts Falsches getan hatte.»
Die unglückliche Erfahrung im Gefängnis hat jedoch dazu beigetragen, das Evangelium zu verbreiten: «Jetzt kennen viele Menschen Christus», freut sich Mafuza. Doch all diese Leiden haben ihn in eine Form von Depression und Schwäche geführt. Zuletzt konnte er vor lauter Angst und Anspannung weder essen noch trinken. Die lokalen Partner von Open Doors bleiben in ständigem Kontakt mit Samsuddins Familie.