18.01.2019 / news

Index 2019: Die Verfolgung nimmt weiter zu

Am Mittwoch wurde der Weltverfolgungsindex 2019 von Open Doors veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Liste von 50 Ländern. Sie thematisiert viele Herausforderungen, die unserer Gebete bedürfen.

Der Index zeigt die Liste der 50 Länder, in denen es am gefährlichsten ist, Christ zu sein. Was sagt uns diese Rangfolge? Warum ist es wichtig zu beten?

Das Evangelium stört! Wo immer es verkündet wird, gibt es Verfolgung. Ob in Ländern, die von einer Religion dominiert werden (5. Pakistan, 10. Indien) oder von einer Ideologie (1. Nordkorea, 27. China). Verfolgung geht Hand in Hand mit der Verkündigung des Evangeliums, denn Gott ist in diesen Ländern am Werk.

Druck und Verfolgung werden auf Christen vonseiten der Gesellschaft ausgeübt und es kommt zu Unterdrückung durch den Staat, weil sie nicht der vorgegebenen Ideologie oder Religion, sondern ihrem Glauben folgen wollen.

Nach Erhebungen von Open Doors haben mindestens 245 Millionen Christen weltweit unter «starker» bis «extremer» Verfolgung zu leiden. Dies bedeutet, dass 1 Christ von 9 aufgrund seines Glaubens Diskriminierung und Verfolgung erlebt.

In China (von Platz 43 auf 27 im Index 2019 vorgerückt) ersticken staatliches Herrschafts- und Kontrollstreben sowie religiöser Nationalismus die Religionsfreiheit. Damit ist das Land ein Paradebeispiel für die wachsende Unterdrückung der Glaubensfreiheit durch ein immer repressiveres Regime.

In puncto Personenkult und Kontrolle seiner Bürger ist Nordkorea (1) jedoch weiter beispiellos. Etwa 50‘000 bis 70‘000 Christen müssen aufgrund ihres Glaubens in Straflagern härteste Zwangsarbeit und Folter erleiden.

Auch in Indien (10) treibt die Regierung ihre religiös-nationalistische Agenda voran. Die hindunationalistische Regierungspartei BJP sowie die Behörden lassen extremistische Gruppen und Mobs in ihrer Gewalt gegen Kirchen und Christen gewähren.

Nach den Gebietsverlusten im Nahen Osten infiltrieren Kämpfer des IS und andere militante Islamisten nun andere Länder. Sie gewinnen zunehmend an Einfluss in Ländern in Asien und in Afrika südlich der Sahara.

Der Fall Asia Bibi hat deutlich gemacht, welch immenser Hass Christen von grossen Teilen einer religiös indoktrinierten Gesellschaft entgegenschlägt – nicht nur in Pakistan (5).

Die Botschaften und Zeugnisse von Christen, die an den dunkelsten Orten der Welt leben, gelangen bis zu uns. Der Index hilft uns, im Gebet und durch Handeln für unsere verfolgten Geschwister einzustehen.

Das Beispiel der verfolgten Christen fordert uns in unserem Glauben heraus. Bahia*, eine 22-jährige Christin aus Indien, ermutigt uns: «Habt keine Angst vor der Verfolgung. Es ist Teil des christlichen Lebens, und es ist ein Privileg.»

*Deckname