09.07.2021 /
Indien
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Indien: Vinita wird von Hindu-Extremisten angegriffen

«In der Bibel steht: ‹Wenn ihr mir nachfolgt, werdet ihr verfolgt werden›», sagt Vinita*, eine Christin hinduistischer Herkunft. Ihr Leben zeigt, dass es stimmt. Seit sie sich für Jesus entschieden haben, sind sie und ihre Familie Diskriminierung, Drohungen und gewalttätigen Angriffen von Hindu-Extremisten in ihrem Umfeld ausgesetzt.

Vinita ist etwa zwanzig Jahre alt. Sie betreibt einen Laden in ihrem Haus, während ihr Mann in einer Fabrik arbeitet. Sie haben eine kleine Tochter. Vinita fand durch eine frühere Arbeitskollegin zum christlichen Glauben. «Anfänglich glaubte ich nicht, aber diese Kollegin teilte täglich das Evangelium, wenn wir zu Mittag assen.» Ihr Leben wurde durch den Glauben an Jesus umgewandelt. Zuerst war ihr Mann skeptisch. Also betete sie für ihn, und ihre Gebete wurden erhört. «Er wurde auch Christ und liess sich taufen, und auch meine Schwester Isha*.»

Vinita hatte es  auf dem Herzen, den in Jesus gefundenen Frieden zu teilen, aber das missfiel einigen. Ihr wurde vorgeworfen: «Du betest einen fremden Gott anstelle unserer Gottheiten an.» Die Dorfbewohner warfen Müll vor ihre Tür. «Sie suchten Streit und wollten eine Kluft zwischen uns schaffen, aber ich habe meine Mission nie aufgegeben, das Wort Gottes weiterzugeben.»

Mit Stöcken bewaffnet

Doch eines Tages wurden die Angriffe auf Vinita und ihre Familie schlimmer. «Meine Schwester kam gerade von der Arbeit nach Hause, als die Nachbarn anfingen, sie zu schlagen. Isha versuchte zu entkommen, ich eilte ihr zu Hilfe, aber dann schlugen sie auch mich.»

Ihre Nachbarn griffen sie nicht nur körperlich an, sie gingen auch zum Polizeiposten und beschuldigten die beiden Schwestern, sie angegriffen zu haben. «Als wir beide zur Polizei gingen, halfen sie uns nicht, weil die Angreifer sie bereits mit Geld bestochen hatten.» Erschüttert von der Gewalt, die sie erlitten hatten und besorgt über die falsche Anklage, die gegen sie erhoben worden war, riefen sie ihren Pastor an. Dieser kam  mit seiner Tochter und seiner Frau Preetha*, um mit ihnen zu beten. Aber als die Hindu-Extremisten hörten, dass ein Pastor in Vinitas Haus ist, entbrannte ihre Wut noch mehr. «Acht oder neun Männer aus der Nachbarschaft drangen in das Haus ein. Sie waren mit Stöcken bewaffnet. Sie verprügelten uns fast eine halbe Stunde lang und schlugen Dinge kaputt. Sie rannten hinter mir her und schlugen mich. Ich hielt meine sechs Monate alte Tochter im Arm. Sie entrissen sie mir und warfen sie zu Boden.»

Vinitas Leben war gerettet, als sie in das Haus ihrer Nachbarn rannte. Ihre Angreifer schrien: «Bringt sie raus!» Aber Gott beschützte sie und verschonte ihr Leben. «Ohne Gott wären wir tot.»

Behandlung verweigert

Alle überlebten den brutalen Angriff. Das Erstaunlichste dabei  ist, dass Vinitas Baby nur mit  ein paar Kratzern an den Beinen davonkam. Die Ehefrau des Pastors dagegen befand sich in einem kritischen  Zustand. Als einer der Männer versuchte, sie mit einer Metallstange zu schlagen, hob sie ihre Hand, um ihren Kopf zu schützen. Sie verlor das Bewusstsein, und ihre Hand war fast entzwei geschnitten. «Als wir in das Krankenhaus eingeliefert wurden, erhielten wir keine Behandlung, weil die Angreifer das Personal bestochen hatten.»

Vinita betete: «Vater, zeige deine Macht und heile uns.» 

Ihre Unterstützung ist ein Zeichen der Hoffnung 

Minuten später kamen die Partner von Open Doors, um ihnen zu helfen. Sie brachten sie in ein anderes Krankenhaus und bezahlten die Krankenhausrechnungen. «Das haben Ihre Gebete und Ihre Unterstützung bewirkt – und Preethas Leben gerettet. Ohne die Hilfe dieser Christen wäre die Frau meines Pastors gestorben.»

Ihre Gebete und Ihre Unterstützung ermöglichen es den lokalen Partnern von Open Doors, Vinita und ihre Familie weiter zu unterstützen. «Als ich nach Hause kam, sah ich, dass sie alles in meinem Laden kurz und klein geschlagen hatten. Ich fühlte mich entmutigt. Durch die Gnade Gottes haben die Partner von Open Doors   die Ware ersetzt. Das gibt mir Hoffnung, dass ich meinen Lebensunterhalt weiter verdienen kann.»