02.12.2021 /
Iran
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IRAN: Alya

Alya (10) lebt im Iran, wo es als Verbrechen gilt, wenn ein Muslim Christ wird. «Ich kann euch mein Gesicht nicht zeigen. Das wäre gefährlich für mich und meine Eltern.»

Sie feiern zwar Weihnachten, aber im Geheimen: »In der Schule kann ich nicht sagen, dass wir Weihnachten feiern. Denn wenn sie merken würden, dass ich Christin bin, müsste ich meinen Glauben erklären – dass Christus nicht nur ein Prophet ist, sondern der Sohn Gottes. Sie würden es den Schulbehörden melden, und die können uns bestrafen, wie sie wollen.«

Da Alyas Geburtstag im Jänner ist, hat die Familie einen Weg gefunden, sicher zu feiern: »Wir feiern Weihnachten nicht im Dezember, weil wir in unserer Nachbarschaft immer besonders vorsichtig sein müssen. Wir warten bis Jänner. An meinem Geburtstag feiern wir dann auch die Geburt Jesu. Auf diese Weise erregen wir keinen Verdacht.«

Aber es macht sie traurig, dass sie Weihnachten nicht offen feiern können. »Es gibt so viele nationale Feiertage, an denen Dinge gefeiert wird, die nicht einmal wahr sind. Aber dass Jesus auf die Erde kam, ist wahr, und wir können es nicht feiern. Mein größtes Gebet ist es, eines Tages den Geburtstag von Jesus zu feiern, wenn er physisch anwesend ist. Ich würde ihn wirklich gerne von Angesicht zu Angesicht treffen.«

Auszug Dezember 2021 – Magazin