07.09.2021 /
Iran
/ news

Iran: Reza Zaeemi freigelassen, aber unter elektronischer Überwachung

Reza Zaeemi, der im Iran wegen seines Glaubens inhaftiert war, ist zwar nicht mehr im Gefängnis, muss aber immer noch eine elektronische Fußfessel tragen.

Reza Zaeemi wurde aus dem Gefängnis entlassen, aber er ist nicht frei: Er muss für weitere neun Monate eine elektronische Fussfessel tragen. Nach Ablauf seiner Strafe wird ihm die Ausreise aus dem Iran für zwei Jahre untersagt.

Verhaftet wegen «Förderung des Christentums»

Wegen seines Glaubens verbrachte Reza insgesamt 80 Tage in Haft, davon er etwas mehr als zwei Monate im Zentralgefängnis von Karaj. Wie viele iranische Christen in den letzten Monaten war er wegen «Propaganda gegen die Islamische Republik Iran» verurteilt worden. In seinem Fall präzisierte das Gericht, dass es mit «Propaganda» die «Förderung des evangelischen Christentums» meinte.
Die Strafen gegen Christen, die derzeit wegen ihres Glaubens inhaftiert sind, verstossen gegen internationale Verträge und Abkommen, die der Iran ratifiziert hat.

In Richtung eines obligatorischen elektronischen Armbandes?

Reza ist nicht der erste Christ, der in diesem Jahr eine elektronische Fussfessel tragen muss. Fahrad Mohebbi unterliegt der gleichen Verpflichtung. Er wurde im Juni 2020 während einer Reihe von Polizeirazzien bei Christen in Karaj, Teheran und Malayer verhaftet.
Fahrad, Reza N., Alireza M. und Arash R. waren wegen «Propaganda gegen den Staat durch Förderung des Christentums» zu jeweils 10 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Alle vier Männer haben im Februar mit der Verbüssung ihrer Strafe begonnen. Fahrad wurde einen Monat später mit einer Fussfessel entlassen. Auch die anderen drei wurden inzwischen unter der Bedingung freigelassen, dass sie «nicht wieder gegen das Gesetz verstossen.»