28.07.2018 /
Iran
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Iran: Vier Monate Haft für den Sohn eines Pastors

Seit Jahren wird die Familie Bet-Tamraz im Iran wegen ihres christlichen Engagements verfolgt. Ramil, der Sohn von Pastor Victor Bet-Tamraz, wurde wegen falscher Anschuldigungen zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Die Familie Bet-Tamraz steht erneut vor der iranischen Justiz. Am 8. Juli wurde Ramil Bet-Tamraz wegen seiner «illegalen Hausgemeindeaktivitäten» verurteilt. Er wurde bereits im August 2016 beim Picknick mit Freunden in den Bergen nordöstlich von Teheran verhaftet und muss nun vier Monate im Gefängnis verbringen.

Ramil und ein weiterer seiner Freunde wurden auf Bewährung entlassen, nachdem sie eine Kaution von jeweils etwas mehr als 28’000 Euro gezahlt hatten. Ramil legte gegen die Entscheidung des Richters Berufung ein.

Seit Jahren falsch angeschuldigt

Die Familie Bet-Tamraz kämpft seit Jahren gegen falsche Anschuldigungen: Mehrere Mitglieder der Bet-Tamraz-Familie werden beschuldigt, «gegen die nationale Sicherheit und die iranische Regierung zu handeln, indem sie illegale Versammlungen organisieren und Kirchenführer in Spionage ausbilden.» Dies sind unbegründete Anschuldigungen, die oft gegen Christen erhoben werden, um die Bewegung von Hauskirchen im Iran zu stoppen.

Vor der UNO angesprochen

Diese permanente Verfolgung brachte Dabrina Bet-Tamraz, Ramils Schwester und Tochter von Pastor Victor Bet-Tamraz, am 27. Juni in Genf vor den UN-Menschenrechtsrat. Sie verurteilte die falschen Anschuldigungen und Urteile der iranischen Behörden gegen ihre Familie.

Im Juli 2017 wurde Ramil und Dabrina's Vater, Victor Bet-Tamraz, von der Assyrischen Pfingstkirche in Teheran wegen «Evangelisation», «illegaler Hausgemeindeaktivitäten» und anderer gefälschter Anschuldigungen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Shamiram, seine Frau, wurde am 6. Januar 2018 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Berufung gegen dieses Urteil ist hängig.