10.07.2019 / news

Kuba: Schaffung einer neuen Evangelischen Allianz

Dies war seit der kubanischen Revolution von 1959 nicht mehr möglich gewesen: Nun gründeten sieben protestantische Denominationen neue Evangelische Allianz in Kuba.

Zu den sieben protestantischen Konfessionen, welche vor kurzem die Evangelische Allianz von Kuba gegründet haben, gehören die fünf mitgliederreichsten des Landes. Ziel ist, dass die Stimme der evangelischen Christen besser gehört wird.

Dieser Wunsch nach Einheit wurde geboren, als die Kubaner im Februar letzten Jahres aufgefordert wurden, über die neue Verfassung des Landes abzustimmen.

Ein lokaler Kirchenleiter erläutert: «Die Verbände, die nun Mitglieder des Bündnisses sind, sind bekannt als diejenigen, die sich dem Verfassungsentwurf widersetzen und insbesondere, was darin in Bezug auf die Religionsfreiheit vorgesehen ist. Es sind diejenigen, die es gewagt haben, sich dem Regime zu widersetzen und trotz der Gefahr von Repressalien ihre Ablehnung öffentlich zum Ausdruck gebracht haben.»

Staat reagiert mit Druck

Die Kirchen machten sich auch gemeinsam stark gegen die kürzlich erfolgte Inhaftierung eines Pastors und seiner Frau, die sich entschieden hatten, ihre Kinder daheim zu schulen, damit sie in den öffentlichen Schulen nicht den kommunistischen Lehren ausgesetzt sind.

Infolge dieser Positionen hat sich gleichzeitig der Druck auf die Kirchen erhöht. So haben die Behörden bereits Visumanträge von Kirchen abgelehnt, bei denen ausländische Besucher hätten empfangen werden sollen.