Nachrichten Malaysia | 11 April 2019
Malaysia: Staat verantwortlich für Pastor Kohs Entführung

Die Menschenrechtskommission hat am 3. April ihre Schlussfolgerungen veröffentlicht: Der malaysische Staat ist an der Entführung von Pastor Koh beteiligt. Aber Pastor Koh wird weiterhin vermisst.

 

 
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Die Menschenrechtskommission hat am 3. April ihre Schlussfolgerungen veröffentlicht: Der malaysische Staat ist an der Entführung von Pastor Koh beteiligt. Aber Pastor Koh wird weiterhin vermisst.

Die Menschenrechtskommission von Malaysia (Suhakam) hat ihre Schlussfolgerungen veröffentlicht hinsichtlich der Entführung von Pastor Koh am 17. Februar 2017. Zwar hat sie die Verantwortlichen ermittelt, doch von Pastor Koh fehlt weiterhin jede Spur. Noch immer ist unbekannt, wo er sich befindet und ob er noch lebt.

Laut Untersuchung ist der malaysische Staat verantwortlich für die Entführungen von Pastor Raymond Koh, vom christlichen Ehepaar Joshua und Ruth Hilmy sowie von Amri Che Mat, einem schiitischen Muslim.

Suhakam hat einen Bericht über die durchgeführten Untersuchungen abgefasst, worin sie festhält: «Pastor Raymond Koh... wurde von Staatsagenten der Sondereinheit ‘Bukit Aman’ in Kuala Lumpur entführt.» Diese Einheit gehört der Royal Malaysia Police an.

Die Kommission hat auch mehrere Empfehlungen formuliert. Sie verlangt unter anderem, dass das grundlegende Menschenrecht der Religionsfreiheit vom Staat und seinen Vertretern, einschliesslich der Polizei und der staatlichen religiösen Behörden, anerkannt und respektiert wird.

Die Ehefrauen von Raymond Koh und Amri Che Mat Suzanna Liew und Norhayati Mohd Afriffin, waren mit ihren Familien im malaysischen Parlament anwesend (Bild). Sie sind über das Verdikt erleichtert, doch das Unverständnis besteht fort. Suzanna betont: «Wir wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Bis heute wissen wir nicht, warum sie entführt wurden.» Im Juni 2018 hatten sie einen offenen Brief an Premierminister Mahathir Mohamad gerichtet, um eine sofortige und unabhängige Untersuchung der Entführungen zu fordern.

Suzanna erwägt, eine Zivilklage gegen die beschuldigte Spezialeinheit einzureichen; sie müsse jedoch zuerst ihre Anwälte konsultieren. Sie sagte: «Dies ist der Beginn unseres Kampfes für Religionsfreiheit und Menschenrechte. […] Es ist ein Prozess, es wird Zeit brauchen.» Bevor sie schloss, dankte sie Gott, dass er ihr auf diesem zweijährigen Weg geholfen hatte. Sie habe ihn während dieser Zeit real erlebt und er habe sie auf dieser Reise getröstet. Sie dankte auch den Christen auf der ganzen Welt für ihre Gebete und ihre Unterstützung.


 

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