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Zeugnis Mexiko | 24 Februar 2026

Mexiko: Beatriz oder die Würde der «ausgelöschten» Christinnen

 

 
Show: true / Country: Mexiko / Mexiko
Im Herzen Mexikos, an einem Ort, an dem es unmöglich ist, zu beten, Gott zu verehren und offen über Jesus zu sprechen, leistet eine Gruppe von Frauen hartnäckigen Widerstand.
Beatriz wuchs im Norden Mexikos in einer christlichen Familie auf. Als Jugendliche träumte sie davon, das Evangelium zu verkünden. Als jedoch ihr Ehemann den Ruf des Herrn erhielt, die «Zone des Schweigens» zu evangelisieren, hatte sie Zweifel an dieser Mission.

«Die Zone des Schweigens ist einer der gefährlichsten Orte für Gläubige in unserem Land», berichtet sie. «Er besteht aus sieben Staaten, die einen Kreis bilden. Dort darf man nicht offen über Jesus sprechen. Man darf weder beten noch öffentlich Gottesdienst feiern und schon gar keine Kirche bauen. Selbst das Gebet vor dem Essen in einem Restaurant kann gefährlich werden.»

Schüsse und Vergiftung

Beatriz weiss, wovon sie spricht. Als sie in diese Region kamen, wurden in dem Supermarkt, in dem sie gerade war, Schüsse abgefeuert. Eine teuflische Stimme befahl ihr, den Ort zu verlassen. Sie weigerte sich jedoch. Dann vergiftete ein Nachbar ihren Hund, der das Gesicht ihrer zweijährigen Tochter ableckte, woraufhin diese beinahe gestorben wäre. «Wir eilten ins Krankenhaus und beteten den ganzen Weg. Wie durch ein Wunder gab es dort eine Sauerstoffflasche.» Einige Stunden später war ihre Tochter ausser Lebensgefahr.

Da Beatriz nicht offen über ihren Glauben sprechen konnte, suchte sie nach einem Weg, Hindernisse zu umgehen. Sie eröffnete eine kleine Schule, um kleinen Kindern Lesen, Schreiben, Rechnen, Musik und Sport beizubringen. Zunächst sagte Beatriz nichts, sondern knüpfte einfach Freundschaften mit den Müttern. Nach und nach erzählte sie von ihrem Glauben, ihrem Weg mit dem Herrn und davon, was er mit ihr und für sie getan hatte. So öffneten die Mütter ihre Herzen und sie fingen an, sich heimlich zum Gebet zu treffen.

Misshandelte und verlassene Frauen

Bei diesen Treffen entwickeln die Teilnehmerinnen ein besseres Selbstbild, gewinnen an Selbstvertrauen und erkennen, welchen Wert sie in Gottes Augen haben. «Hier ist der Machismus tief verwurzelt. Viele Frauen halten sich für wertlos und erfahren keine Liebe. Einige werden geschlagen oder verlassen. Es bricht mir das Herz, aber Selbstmord ist keine Seltenheit.»

Wenn diese Frauen zusammenkommen, «teilen sie ihren Schmerz miteinander, und nach und nach heilt Gott ihre Herzen. Er ist es, der ihr Leben wiederherstellt». Sie lesen die Bibel und entdecken ihre Würde, ihre Stärke und ihre Führungskompetenz. Plötzlich sind sie nicht mehr «unsichtbar», sondern in der Lage, für Christus einzustehen – in einem Land, in dem sich sogar Jesus-Statuen vor denen der Jungfrau Maria verneigen müssen. 

Im Visier der Drogenkartelle

Aber diese heimlichen Treffen bleiben trotz allem gefährlich. «Eine Frau sagte mir: ‹Wenn meine Familie herausfindet, dass ich hierherkomme, wird sie mich enterben.› Eine andere muss sich der Wut ihres Mannes stellen. Er findet, dass sie sich verändert hat, dass sie keine Schimpfwörter mehr sagt und nicht mehr aggressiv ist, und das ärgert ihn.» Ausserdem sind die Drogenkartelle wegen dieser Aktivitäten beunruhigt. Wenn sie von einem Treffen erfahren, umzingeln sie das Haus mit gepanzerten Geländewagen und überwachen es. «Am Anfang hatten wir grosse Angst. Sie hätten uns entführen oder töten können. Aber Gott hat uns jedes Mal beschützt.»

Der Traum von Beatriz? «Dass in zehn Jahren gläubige Frauen ohne Angst leben und ihren Glauben offen ausüben können.» Unterstützen wir diesen Traum mit unseren Gebeten.

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