27.04.2022 /
Nordkorea
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Nordkorea: 10 Jahre Herrschaft für Kim Jong-un

Im April feierte Nordkorea mit grossem Pomp den 10. Jahrestag der offiziellen Machtübernahme durch Kim Jong-un.

Für die Christen, die unter der Last der Verfolgung erdrückt wurden, gab es jedoch nichts zu feiern.

Der Monat der Gedenkfeiern

Am 11. April 2022 gedachten die Behörden des Machtantritts von Kim Jong-un im April 2012. Wenige Monate nach dem Tod seines Vaters übernahm er offiziell die Führung der Partei der Arbeit Koreas, der Einheitspartei, die das Land regiert. Im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten feierten die Nordkoreaner auch eine Geburt. Es war die Geburt von Kim Il-sung (1912), dem Grossvater des heutigen Diktators und Gründer des Regimes, das Nordkorea bis heute regiert.
Auf einer offiziellen Parteiversammlung soll einer der wichtigsten Beamten Kim Jong-un als «grossen Denker und Theoretiker, einen Staatsmann und aussergewöhnlichen Führer» bezeichnet haben. Eine Meinung, die von den Christen des Landes nicht geteilt wird. Für sie ist die Herrschaft der Kims gleichbedeutend mit der vollständigen Unterdrückung der Religionsfreiheit.
Jeder, der als Gegner des Kim-Kults wahrgenommen wird - und das ist bei Christen der Fall -, wird als Bedrohung der nationalen Sicherheit angesehen. Er wird dann in ein Gefangenenlager geschickt oder öffentlich hingerichtet. Es kommt vor, dass seine ganze Familie das gleiche Schicksal erleidet. Der Besitz einer Bibel wird streng bestraft.

20 Jahre auf dem ersten Platz des Weltverfolgungsindexes.

Nordkorea ist nach wie vor eines der schlimmsten Länder der Welt für Christen. Nachdem es 20 Jahre lang die Rangliste der 50 Länder, in denen der Glaube am meisten kostet, angeführt hatte, trat es in diesem Jahr seinen Platz an Afghanistan ab.
Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die Lage für die nordkoreanischen Christen verbessert hat. Im Gegenteil, noch nie war die Verfolgung so hart. Die Unterdrückung ist in allen Bereichen des christlichen Lebens total. Ein neues Gesetz, das im vergangenen Jahr verabschiedet wurde, hat noch mehr von ihnen ins Gefängnis gebracht. Es hat auch dazu geführt, dass viele Untergrundkirchen geschlossen wurden.
Trotz aller Bemühungen der Kims gibt es in Nordkorea immer noch Christen.