16.02.2018 /
Nordkorea
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Nordkorea: Stehen die Zeichen auf Öffnung?

Nordkoreas Botschaft anlässlich der Eröffnung der Olympischen Spiele in Südkorea lässt hoffen. Dennoch liegt Nordkorea im von Open Doors publizierten Weltverfolgungsindex 2018 erneut an der Spitze.

Eine Eishockey-Frauenmannschaft aus Süd- und Nordkoreanerinnen, eine Fahne, die die Vereinigung symbolisiert... Zu Beginn der Olympischen Spiele setzte Nordkorea ein starkes Signal.

Trotz der bisherigen Bemühungen der nordkoreanischen Behörden, das Land zu isolieren, gibt es Anzeichen dafür, dass es bei den Nordkoreanern zu einem Sinneswandel kommt. Ein weiteres Zeichen der Hoffnung ist die Tatsache, dass die nordkoreanische Kirche trotz der Verfolgung wächst. Ein Kenner der Situation im Land bestätigt: «Eure Gebete werden erhört. Noch nie zuvor sind so viele Nordkoreaner zum Glauben gekommen wie heute. Gott verändert das Land.»

«Auch wenn viele Nationen zusammenkommen, um an den Olympischen Winterspielen teilzunehmen, dürfen wir nicht vergessen, dass im benachbarten Nordkorea mehr als 300’000 Christen das Recht verweigert wird, an religiösen Feiern teilzunehmen. Sie kämpfen tagtäglich ums Überleben», mahnt ein Menschenrechtsexperte von Open Doors.

Der Staat kontrolliert jeden Lebensbereich, und die Meinung, dass Gott eine höhere Autorität darstellt als der Führer Kim Jong-Un, muss vernichtet werden. So sind Zehntausende Christen in schrecklichen Arbeitslagern inhaftiert. Nur wenige überleben. 

Dennoch lassen sich die Christen in Nordkorea nicht entmutigen. Einer von ihnen erklärt: «Wir haben erfahren, dass Gott Christen weltweit mobilisiert hat, um für uns zu beten. Danke aus tiefstem Herzen.»

Über ein Netzwerk von Partnern hilft Open Doors rund 60’000 nordkoreanischen Christen.