22.04.2021 /
Zentralafrikanische Republik
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Zentralafrikanische Republik: Christen im Zentrum des Chaos

Anschläge, Unsicherheit, Hunger ... Die Zentralafrikanische Republik versinkt in Gewalt und Christen sind besonders betroffen.

In der Zentralafrikanischen Republik leiden die Christen, die in bestimmten Regionen und Bezirken mit muslimischer Mehrheit bereits verfolgt werden, zusätzlich unter einer sich weiter verschlechternden Sicherheitslage.

133'000 intern vertriebene Personen

Dörfer werden regelmässig von Milizen angegriffen, die es vor allem auf Christen abgesehen haben. Nach Angaben der UN gibt es jetzt 133’000 Binnenvertriebene im Land.
Diejenigen, die aus ihren Häusern fliehen mussten, haben ihre Lebensgrundlage verloren. Sie leben in Ungewissheit und Angst vor dem Morgen. Sie müssen auch mit dem Trauma des Erlebten umgehen.

Rebellen schnitte Nachschubwege ab

Überall im Land leiden die Menschen unter Hunger. Im Januar schnitten die Rebellen in der Hoffnung, die Hauptstadt Bangui einzunehmen, alle Nachschubwege ab. Die Lebensmittelknappheit hat die Preise so stark in die Höhe getrieben, dass sich die Menschen nicht einmal mehr die Grundnahrungsmittel leisten können.
In der Hoffnung, die Gewalt einzudämmen, wurde eine Ausgangssperre verhängt, die den Zentralafrikanern das Leben noch schwerer macht.

Christen sehen sich erneut Gewalt ausgesetzt

Heute werden Christen oft gezielt wegen ihrer Religion angegriffen. Sie leiden unter den aktuellen Angriffen von Rebellengruppen, die im Dezember 2020 die «Koalition der Patrioten für den Wandel» gebildet haben. Ihr Ziel ist es, die Kandidatur von Präsident Touadera für eine zweite Amtszeit zu verhindern, indem sie das Land in Gewalt stürzen, um es unregierbar zu machen. Die Tatsache, dass der ehemalige Präsident Bozizé, der 2013 gestürzt wurde, die Führung dieser Koalition übernommen hat, lässt wenig Hoffnung auf eine mögliche Beschwichtigung.

Leiden begann vor fast einem Jahrzehnt

Dieser Aufschwung der Gewalt trifft eine christliche Gemeinschaft, die bereits seit 2012 unter den Übergriffen der Séléka-Rebellen leidet. Neben denen, die immer noch um ihre Angehörigen trauern, sind viele immer noch traumatisiert von dem, was sie erlebt haben.
Open Doors ist mit posttraumatischen und sozio-ökonomischen Hilfsprojekten vor Ort präsent.